Besuchshunde

Besuchshunde der Brühler Strolche
 
 
 

 

 

Zärtliches streicheln und kraulen des weiches Hundefells schenkt Lächeln und Zufriedenheit ; der Mensch fühlt sich wohl und ist aktiv. Gerade in Seniorenstiften baut das deutlich gezeigte Verständnis und „Mitfühlen“ des Hundes Vertrauen auf und gewährt innere Hilfe.
Die Fellbündel können zwar nicht sprechen, aber sie beherrschen das vollendet, was viele Menschen Zeit ihres Lebens nicht lernen konnten: Zuzuhören, auch wenn kein Laut über die Lippen der Anwesenden kommt.
 
Hunde sind unvoreingenommen und ehrlich. Sie haben einen hohen Aufforderungscharakter und wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist, kann man sich der direkten Ansprache durch die Tiere kaum noch entziehen
 
Viele Bewohner freuen sich schon lange im Voraus auf die Besuche der Hunde. Sie geben ihnen die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Das Streicheln des Fells wirkt entspannend und ist für viele demenzkranke Bewohner Anlass für kurze Zeit ihre innere Welt zu verlassen. Wenn ein Bewohner stundenlang lethargisch da sitzt und auf keinen Reiz reagiert – und plötzlich streckt er die Hand aus und fährt durch das Hundefell ist das schon ein bewegender Moment.

   
Die Voraussetzungen, die ein Hund mitbringen muss, der sich bei für eine Stelle als Besuchshund „bewirbt“, sind durchaus vielfältig..
Jeder Besuchshund muss sozialverträglich, nervenstark und geduldig sein. Für einen erfolgreichen Einsatz wird also schon vorab beobachtet, ob die zukünftig einzusetzenden Hunde beispielsweise futterneidisch oder ungestüm sind. Diese Verhaltensweisen gilt es mit gezieltem Training abzugewöhnen oder sind ein Ausschlusskriterium für jeden Vierbeiner, bei dem dies nicht gelingt. Alle Hunde durchlaufen deshalb vor ihrem Einsatz ein Verhaltenstraining.
Die Teilnehmer des Hundebesuchsdienstes treffen sich wöchentlich, um ihre Hunde für den Einsatz im Seniorenheim vorzubereiten. Zeit, Geduld und Vertrauen zwischen Mensch und Hund spielen dabei eine große Rolle. Die Trainingsinhalte sind genau auf die zukünftigen Aufgaben der Hunde abgestimmt. So gehört etwa ein Parcours dazu, bei dem die Hunde an einem Klangspiel aus Blechdosen, Flatterband, Mülltonnen, mit Luft gefüllten Plastiktüten, lebensgroßen Attrappen und Eisenrosten vorbei geführt werden. So lernen die Hunde sich weder vor Alltagsgegenständen noch Geräuschen zu erschrecken. Um die Übungen möglichst realitätsnah zu gestalten, werden zudem Rollstühle und Gehhilfen in die Abläufe mit eingebunden. Gelegentlich besuchen sogar ballspielende Kinder die Übungsstunden. Dies bietet die Möglichkeit,  den Jagdtrieb zu kontrollieren. Sind die Übungen erfolgreich beendet, erwartet die Hunde als Belohnung viel Lob oder eine Spieleinheit mit ihrer Vertrauensperson. Wichtig ist, den Tieren den Spaß an der Arbeit zu erhalten.
 

Mit unseren geprüften Hunden besuchen wir auch gerne Schulen und Kindergärten. Voraussetzung ist, dass es sich um disziplinierte Gruppen handelt. Besuchshundetraining
 
  Regeln für den Umgang mit Hunden werden besprochen, die empfindlichen Sinnesorgane  hervorgehoben 
 1. Regel:
 Störe niemals einen Hund beim Fressen, versuche nicht, ihm sein Futter
wegzunehmen.
 2. Regel:
 Laufe nie vor einem Hund davon. Auch nicht, wenn Angst vor ihm hast.
 3. Regel:
 Kein Hund ist wie der andere. Begegne deshalb jedem Hund vorsichtig
 4. Regel:
 Wenn du mit einem Hund spielst, achte darauf, seinen Zähnen nicht zu nahe zu kommen
 5. Regel: Wenn ein Hund nach dir greift oder schnappt, dann halt still
 6. Regel: Versuche niemals raufende Hunde zu trennen
 7. Regel:
 Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte, z. B.: du näherst dich mit einem großen Stock, machst Lärm, streichelst ihn, obwohl er es nicht will, oder
fuchtelst mit einem großen Tennisschläger über ihm herum.
 8. Regel:
 Schau einem Hund nicht starr in die Augen
 9. Regel:
 Ganz gleich, wie ein Hund aussieht – geh nur zu ihm, wenn sein Besitzer es erlaubt.
 10. Regel:
 Zieh den Hund nicht am Schwanz und tritt nicht darauf!
 11. Regel:
 Achte darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist, wenn du mit einem Hund spielen möchtest
 12. Regel:
 Behandele einen Hund gut 
 
 Und nun, nach diesem kennen lernen, dürfen die Kinder im kleinen Kreis zusammen kommen, die Hunde füttern, streicheln und finden Antwort auf alle gestellten Fragen.
 
Die Kinder sind sensibilisiert. Das freie Spiel auf dem Pausenhof wird zum Höhepunkt. Der Abschied fällt schwer: „Kommt ihr bald wieder?“ – klingt es laut und lange nach.
Mehr Informationen von:  Petra Rattay